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LU WILL SICH UM DIE BEHINDERTENFAHRDIENSTE KÜMMERN |
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Interview mit Özkan Sabanci, der auf Behindertenfahrdienste angewiesen ist
Özkan, was hat der Kanton Luzern vor? Nach unserer TIXI-Demonstration hat der Kanton abklären lassen, wie es mit den Behindertenfahrdiensten weitergehen soll. Eine Arbeitsgruppe hat interessante Vorschläge gemacht und es sieht so aus, dass die Regierung die Behindertenfahrdienste finanziell mittragen will.
Was erwartest Du von Behindertenfahrdiensten? Wichtig ist mir, dass die Fahrten nicht zu teuer sind, sonst kann ich mir wieder nicht leisten, meine Freunde zu besuchen oder ins Kino zu gehen. Und dann wäre es natürlich gut, wenn ich auch spontan eine Fahrt machen könnte.
Benutzt Du Behindertenfahrdienste oft? Nein, für viele Fahrten reicht mir das Geld nicht.
Benutzt Du auch den öffentlichen Verkehr? Behindertenfahrdienste sind ja eigentlich für Menschen wie mich, die nicht einfach den Bus oder den Zug benutzen können, auch öffentliche Verkehrsmittel. Mit der Bahn fahre ich schon manchmal, da gibt es ja das Call Center Handicap wo man Hilfe bekommt. Und manche Bahnwagen sind heutzutage stufenlos befahrbar. Aber wenn ich dann an einem Bahnhof ankomme und von da nicht mit dem Rollstuhl zu meinem Ziel fahren kann, brauche ich wieder ein Rollstuhltaxi und das wird am Schluss zu teuer.
Freust Du Dich, dass die Behindertenfahrdienste vielleicht schon bald vom Kanton Luzern mitfinanziert werden? Ja, das freut mich sehr. Ich hoffe natürlich, dass die Politiker nicht am Schluss entscheiden, das sei alles zu teuer und gar nicht nötig. Der öffentliche Verkehr wird ja schliesslich auch nicht mit Spendengeldern finanziert. Und dann fände ich es auch ungerecht, wenn ich nur eine begrenzte Anzahl Fahrten zu einem günstigen Tarif machen könnte. Die Nichtbehinderten dürfen ja auch so oft Bus fahren, wie sie wollen.
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